Literatur

Zum 75. Todesjahr von Stefan Zweig liest Wolfram Huber: "MARIE ANTOINETTE"

Montag, 19. Juni 2017, 19:30 Uhr

Das ist kein Abend für Historiker, das ist eine packende Geschichte, die zeitlos ist. Schon in der Einleitung schreibt Zweig einen Satz, der nichts an Aktualität eingebüßt hat: "Nun wohnen Wahrhaftigkeit und Politik selten unter einem Dach." Wer war diese Antoinette wirklich? Zweig: "… eine eigentlich gewöhnliche Frau, nicht sonderlich klug, nicht sonderlich töricht … ein mittlerer Charakter …", aber "das Schicksal mit der Peitsche des Unglücks …" meißelt sie zur ungewöhnlichen Frau. Stefan Zweig, der unübertroffene Psychologe, zeigt in dieser Biografie – Historie und Dichtung zugleich – nach eingehendem Quellenstudium Glanz und Untergang der Tochter Maria Theresias, die übrigens 2017 ihr 300. Geburtsjahr begeht. Auch eine besondere Rarität wird zu hören sein: die musikalische Darstellung der letzten Tage von Antoinette für Klavier (Veronika Pronko) und Sprecher von J.L. Dussek.
Im zweiten Teil erzählt Carl Zuckmayer, der vor 40 Jahren verstorben ist, von Zweigs Charakter, und er selbst von seiner Jugend und seinen Eltern. Ein Auszug aus einer erst 2016 veröffentlichten Rede Zweigs in Südamerika vervollständigt das reichhaltige Programm.

Eintrittspreis 12,- €/ StudentInnen und Vereinsmitglieder 10,- €