Literatur

FRIEDRICH DÜRRENMATT: "DIE PANNE"

Donnerstag, 11. April 2019, 19:30 Uhr

Wolfram Huber, Foto: © Haus Hofmannsthal
Wolfram Huber, Foto: © Haus Hofmannsthal

Lesung mit Wolfram Huber

"Ich halte Die Panne  für eine der besten deutschen Erzählungen nach 1945. Ein Meisterwerk sondergleichen." So urteilte Marcel Reich-Ranicki über eine sich nach außen hin als Kriminalstück gebende Erzählung, die aber zum Teil in grotesker Weise tief in das Innenleben des Allzumenschlichen reicht und Ironie und Tragik sowohl handlungsmäßig wie stilistisch unnachahmlich verbindet, wenn sich eine Runde alternder Juristen – wie schon des Öfteren – zu einem gemütlichen Beisammensein trifft, bei dem sie immer wieder genussvoll ihre alten Berufe mit verteilten Rollen spielen. Diesmal ist ein Gast auf der Durchreise zu ihnen gestoßen, ein erfolgreicher Vertreter, der die Einladung mitzuspielen als abendliche Abwechslung gerne annimmt …
Der Abend wird ergänzt von einer untypischen, heiteren Erzählung eines ebenso hochgeschätzten Autors und Stilisten, nämlich von Arthur Schnitzler. Dieses Werk stellt sozusagen einen Gegenpol zum ersten Teil des spannend-heiteren Abends dar.

Eintrittspreis 15,- €/ StudentInnen und Vereinsmitglieder 12,- €

FAMILIE TRAPP - Ein Chor flieht vor Hitler

Sonntag, 28. April 2019, 11:00 Uhr

Julia Resinger, Roman Kollmer, Eva Billisich, Kurt Hexmann, Reinhard Steiner, Foto: © Korherr
Julia Resinger, Roman Kollmer, Eva Billisich, Kurt Hexmann, Reinhard Steiner, Foto: © Korherr

Eine szenische Lesung von Helmut Korherr

Mit Julia Resinger, Eva Billisich, Roman Kollmer,
Reinhard Steiner, Kurt Hexmann

Die Geschichte der singenden Trapp-Familie wurde bereits mehrmals verfilmt - wobei man stets die historische Wahrheit nicht sonderlich ernst genommen hat. Das Schauspiel von Helmut Korherr bringt einige weithin unbekannte Fakten ans Licht.
Das Stück FAMILIE TRAPP zeigt u.a. auch, welche Zustände nach dem ersten Weltkrieg in unserem Land herrschten - und wie sehr im März 1938 der Anschluss ans Deutsche Reich in Österreich begrüßt wurde. Doch gab es eben auch Ausnahmen – Nazigegner wie die Familie von Trapp; sie beschloss, vor Hitler zu fliehen.  Aber diese Flucht gestaltete sich etwas anders, als es allgemein bekannt ist. Nach dem "Anschluss" an Hitler-Deutschland hat der Chor das Angebot für eine Amerika-Tournee angenommen. Die Tournee musste allerdings abgebrochen werden, da der Manager keine Hochschwangere auf der Bühne haben wollte.

Eintrittspreis 18,- €/ StudentInnen und Vereinsmitglieder 15,- €

"IM WEIN LIEGT DIE WAHRHEIT, IM GUTEN ESSEN LIEBE" (Alfred Polgar)

Donnerstag, 9. Mai 2019, 19:30 Uhr

Kulinarisches in Literatur & Musik

Andrea Schramek hat für diesen Abend heitere Geschichten und Gedichte über das Essen und Trinken ausgewählt. Da geht es um den Unterschied zwischen dem Essvergnügen und dem Tafelvergnügen, um Fliegen in der Suppe, wie Wilhelm Busch einen Obstauflauf macht und dem Millirahmstrudel von Breitenfurt.
Mit musikalischer Unterstützung von Reinhold Kogler singt Andrea Schramek Lieder von Hermann Leopoldi, von den "Schinkenfleckerln" bis zu den  "Powidltatschkerln."

 

Foto: © Rudi Ferder

Eintrittspreise: 18,- Euro / StudentInnen und Vereinsmitglieder 15,- Euro

KSCH. FRANZ ROBERT WAGNER LIEST WILHELM BUSCH: "MAX UND MORITZ" …

Donnerstag, 16. Mai 2019, 19:30 Uhr

Ach, was muss man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!
wie zum Beispiel hier von diesen,
welche Max und Moritz hießen.

Das weist parodistisch-satirisch auf die allgemeine Schlechtigkeit von Kindern hin. Denn böse Streiche spielen die beiden den Dorfbewohnern … die, anstatt durch weise Lehren, sich zum Guten zu bekehren, oftmals noch darüber lachten und sich heimlich  … lustig machten.
Das, genau das, wollen der zwölfjährige Fabian Postl, auf seiner "Steirischen" und Ksch. Franz Robert Wagner, mit seinem Nacherzählen, bei Ihnen, liebe Zuhörer, erreichen… Frohsinn, Spaß, Schadenfreude … denn der Ausgang krönt das Vollbrachte … also dann … bis später …
Franz Robert Wagner

 

Foto: Privat, Postl

Eintrittspreis 18,- €/ StudentInnen und Vereinsmitglieder 15,- €

KAFFEEHAUSG'SCHICHTEN

Donnerstag, 23. Mai 2019, 19:30 Uhr

Walter Gellert, Georg Baum, Foto: © Mirjam Reither
Walter Gellert, Georg Baum, Foto: © Mirjam Reither

Anekdoten und Geschichten rund um das Wiener Kaffeehaus

Walter Gellert, Rezitation
Georg Baum, Irische Harfe

Walter Gellert und Georg Baum entführen Sie diesmal in die Welt der Wiener Kaffeehäuser von anno dazumal: Berühmte Schriftsteller wie Arthur Schnitzler, Peter Altenberg, Hermann Bahr oder Karl Kraus waren in Kaffeehäusern wie dem Café Central, dem Griensteidl oder dem Café Herrenhof Stammgäste und verbrachten dort viele Stunden mit heißen Diskussionen, sie gingen dort aber auch ihrer schriftstellerischen Tätigkeit nach - Stichwort Kaffeehausliteratur. Walter Gellert hat für sein neues Programm im Haus Hofmannsthal amüsante Anekdoten und Geschichten über das Wiener Kaffeehaus zusammengestellt - die Texte stammen unter anderem von Arthur Schnitzler, Peter Altenberg, Eduard Pötzl, Friedrich Torberg und Hugo Wiener.
Freuen Sie sich auf einen höchst unterhaltsamen Abend mit hohem Nostalgiefaktor!

Eintrittspreis 18,- €/ StudentInnen und Vereinsmitglieder 15,- €

"DAS PHÄNOMEN RICHARD TAUBER"

Montag, 17. Juni 2019, 19:30 Uhr

Wolfram Huber, Foto: © Haus Hofmannsthal
Wolfram Huber, Foto: © Haus Hofmannsthal

Ein Abend mit Wolfram Huber

"Er konnte einfach alles singen, Oper, Operette, Lied, Volkslied …" so urteilte immerhin ein Hans Hotter über den "größten Mozart-Tenor seiner Zeit" (Marcel Prawy). Dass Tauber einer der Größten war, ist in der Zwischenzeit deshalb in Vergessenheit geraten, weil er als Operetten- und Lehár-Tenor abgestempelt wurde. Dass er 102 Partien beherrscht hat vom Tamino über den Almaviva bis zum Faust, Cavaradossi, Kalaf (!) und sogar Erik sowie (einmal) Parsifal, in 18 Uraufführungen mitgewirkt hat, darunter auch Hans Pfitzners "Christelflein", dass er an der Wiener Staatsoper 242 mal aufgetreten ist, dass um ihn ein Starkult getrieben wurde, wie es kaum bei Caruso der Fall war, dass heute nicht einmal das Neujahrskonzert jene Medienaufmerksamkeit erreicht wie damals die "Giuditta"-Premiere – das ist heute in der Erinnerung viel zu wenig präsent. Das alles aber und noch dazu sein großes privates Geheimnis wird an diesem Abend beleuchtet werden – mit vielen Musikbeispielen.
Wolfram Huber hat unlängst eine dreiteilige Sendereihe über Richard Tauber für Radio-Klassik gestaltet.   

Eintrittspreis 15,- €/ StudentInnen und Vereinsmitglieder 12,- €