Literatur

Sternstunden der österreichischen Literatur - STEFAN ZWEIG - SCHACHNOVELLE

Donnerstag, 17. Mai 2018, 19:30 Uhr

Szenische Lesung mit Walter Gellert
und Georg Baum, Harfe

 

Stefan Zweigs "Schachnovelle" zählt zu den Meisterwerken der österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts. In seinem letzten und zugleich bekanntesten Werk - es entstand zwischen 1939 und 1941 im brasilianischen Exil - schildert der Dichter das Aufeinandertreffen zweier Großmeister des Schachs auf einem Passagierdampfer: Im Mittelpunkt steht ein ehemaliger Häftling der Gestapo in Wien, dem die intensive Beschäftigung mit dem Schachspiel dabei geholfen hat, die Psychofolter der Einzelhaft zu ertragen. Zweig ist mit dieser fulminanten Erzählung eine eindringliche und unter die Haut gehende Schilderung der psychischen Gewalt, die im Nationalsozialismus gegen Andersdenkende ausgeübt wurde, gelungen. Walter Gellert präsentiert die Novelle in einer szenischen Lesung - er liest und spielt und verwandelt so Zweigs "Schachnovelle" in ein spannendes Theaterstück.
Die musikalische Gestaltung des Abends liegt in den bewährten Händen von Georg Baum.

Foto: Mirjam Reither

Eintrittspreis 18,- €/ StudentInnen und Vereinsmitglieder 15,- €

"DER WIENER GEHT NICHT UNTER – HOFFNUNG ODER DROHUNG?"

Donnerstag, 24. Mai 2018, 19:30 Uhr

Dieses Zitat von Karl Kraus nimmt Andrea Schramek zum Anlass, ein Programm über Wien und die Wiener zu gestalten - mit heiteren, satirischen Texten und Liedern über die "gemütlichen Leut", die gerne im Beisl beim "Papperl" sitzen und beim Heurigen "harbe Wienerlieder" singen. Aber auch mit Geschichten über grantige und raunzende Wiener, denn, wie Josef Weinheber schrieb: "Waar net Wien, wannst raunzen möchst und net kannst: Denn das Gfrett ohne Grund gibt uns Kern, halt´ uns gsund!".

Musikalisch wird Andrea Schramek von Michael Publig begleitet. 

Eintrittspreis 18,- €/ StudentInnen und Vereinsmitglieder 15,- €

"DIE NACHTWACHE" von und mit Wolfram Huber

Montag, 11. Juni 2018, 19:30 Uhr

Vorlagenbild, Foto: © Privat
Vorlagenbild, Foto: © Privat

Nach seinem im Februar präsentierten, neuesten Buch mit heiteren Parodien auf klassische Balladen zeigt sich Wolfram Huber diesmal von einer ganz anderen Seite: mit einer bereits 1980 verfassten Erzählung. "Die Nachtwache" hat kein Gemälde zum Gegenstand, sondern eine Schicksalsnacht. Der durch einen Unfall behinderte Ich-Erzähler wird vom Schicksal, das er selbst herausgefordert hat, eingeholt und plötzlich mit wesentlichen Fragen konfrontiert: Ist das, was er unter Liebe versteht, auch wirklich Liebe? Ist seine Selbstlosigkeit Tarnung oder schlichte Feigheit? Viele Fragen stellen sich in dieser Nacht – und die Antwort erhält er von seiner Frau.

Eintrittspreis 15,- €/ StudentInnen und Vereinsmitglieder 12,- €